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Koreanische Pfannkuchen


Ein einfacher Snack mit großer Wirkung

von Martha Martens
05. Mai 2020 um 13:58
autor

Ich kann mich noch genau an meinen ersten koreanischen Pfannkuchen erinnern. In einem kleinen Lokal in Düsseldorf gehörte dieses Gericht zu den wenigen angebotenen Speisen, die vegetarisch waren. Kimchi-jeon stand dort, ein Pfannkuchen mit Kimchi. Als das Gericht kam, machte ich große Augen: Ein dampfender, roter Fladen, der fast über den Tellerrand hinaus hing. Der Geschmack hat mich dann – entschuldigt das lame Wortspiel – richtig geplättet.
Seitdem bin ich ein Riesenfan dieses koreanischen Gerichts, was im Prinzip ein super einfaches Mama-Essen ist. Es wird schnell und mit wenigen Zutaten zubereitet und eignet sich somit hervorragend als Snack für den kleinen oder größeren Hunger auf deftiges Comfort-Food.

Was zeichnet einen koreanischen Pfannkuchen aus?
Es gibt unterschiedliche Varianten, die alle auch im Rezept etwas variieren. Der oben genannte Kimchi-Pfannkuchen, Kimchi-jeon genannt, besteht nur aus Kimchi (pikant fermentierter Kohl), Frühlingszwiebeln, Mehl, Wasser und etwas Zucker.
Das Wort jeon beschreibt dabei lediglich, dass eine gewürzte Zutat in Ei und/oder Mehl gewendet und dann gebraten wird. Koreanische Pfannkuchen hingegen heißen eigentlich Buchimgae und bestehen in der Regel aus einem richtigen Pfannkuchenteig.
Die jeon, die als Pfannkuchen durchgehen, enthalten oft kein Ei und sind so, technisch gesehen, vielleicht gar keine „richtigen“ Pfannkuchen. Aber wer will so ein Fass aufmachen, wenn man einfach einen richtig leckeren, herzhaften Pfannkuchen essen kann, der auch noch im Original vegan ist. Richtig: Niemand!

Neben Kimchi-jeon sind andere bekannte Varianten Gamja-jeon, welcher hauptsächlich aus Kartoffeln besteht, und Pajeon, mit Frühlinszwiebeln. Probiert diesen Supersnack am Besten direkt aus. Wir haben für euch ein Rezept mit Frühlingszwiebeln, die voller toller Vitamine stecken, und dieses Comfort-Food zu einem richtigen Genuss machen.

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Rezept: Kimchi-jeon

Zutaten

  • 65 g Mehl
  • 75 g Kartoffelstärke
  • 0,5 TL Backpulver
  • 1 große Prise Salz
  • 180 ml eiskaltes Wasser
  • 1 Ei
  • 40 g Kimchi (optional)
  • 600 g gemischtes Gemüse (zum Beispiel Karotten, Zucchini, Paprika, Kohl)
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Erdnussöl oder Pflanzenöl

Zubereitung

  1. Das gemischte Gemüse raspeln oder in feine Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebeln in 5 cm lange Stücke schneiden und dann in feine Streifen schneiden.
  2. Mehl, Stärke, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel mischen.
  3. Als Nächstes nehmt ihr eine mittelgroße Schüssel, um die flüssigen Zutaten zu kombinieren. Das Wasser muss eiskalt sein, damit die Jeon schön knusprig werden. Wasser, Ei und optional Kimchi gut verrühren. Dann die flüssige Mischung zu den trockenen Zutaten in die große Schüssel geben und zu einem glatten Teig verrühren.
  4. Nun gebt ihr das geraspelte Gemüse und etwa drei Viertel der feingeschnittenen Frühlingszwiebeln dazu. Die restlichen Frühlingszwiebeln verwendet ihr später zum Garnieren.
  5. Das Gemüse arbeitet ihr sachte in den Teig ein, bis alles gut bedeckt ist.
  6. In einer beschichteten Pfanne erhitzt ihr das Öl. Nun könnt ihr euch entscheiden, ob ihr einen großen Pfannkuchen oder mehrere kleine machen wollt. Wichtig ist, dass ihr nicht zu viel Teig nehmt, die Pfannkuchen sollen schön flach und knusprig werden.
  7. Gebt den Teig in die Pfanne und drückt ihn etwas flach. Braten, bis die Unterseite schön braun ist, vorsichtig wenden und dann noch einmal zwei bis drei Minuten braten.
  8. Die fertig gebratenen Pfannkuchen legt ihr auf ein Stück Küchenrolle und bestreut sie noch einmal mit etwas Salz. Dann richtet ihr sie auf einem Teller an und garniert sie mit den restlichen Frühlingszwiebeln.
  9. Dazu passt Sojasoße als Dip, pur oder verfeinert mit etwas Reisessig und Sesamöl.

Schwierigkeit

Mittel

Vorbereitungszeit

30 Minuten

Zubereitungszeit

20 Minuten

Gesamte Zubereitungszeit

50 Minuten

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