KI-generierte Illustration Weißwürste dürfen das Zwölf-Uhr-Läuten nicht hören. So will es die bayerische Regel, und ausnahmsweise ist sie kein Nachteil: Sie macht aus dem Oktoberfest ein Frühstücksfest. Während in München die Zelte erst gegen Mittag richtig voll werden, sitzt ihr längst am Tisch – mit Brezn, süßem Senf und einer Kanne Kaffee, in der kein Bier ist.
Genau darum geht es hier: nicht um Bierzelt-Snacks für den Abend, sondern um den langen Vormittag. Wir haben neun Rezepte zusammengestellt, die zusammen einen kompletten Wiesn-Brunch ergeben. Das Herzstück ist ein Weißwurst-Frühstück mit selbstgemachten Würsten – aufwendig, aber machbar, und wer keine Lust auf Wursten hat, holt sie beim Metzger und beginnt bei Schritt „ziehen lassen“. Drumherum: Laugenbrezeln, Obazda, süßer Senf, Zwetschgen-Rohrnudeln aus dem Ofen, Apfelkücherl, ein Zwetschgendatschi für den Kaffee und eine Bayerische Creme zum Schluss. Und weil nicht jeder morgens ein Helles möchte, gibt es einen alkoholfreien Holunder-Radler dazu.
Tisch decken, Kaffee aufsetzen, Weißwürste ins Wasser – und dann in Ruhe zuzeln. Vor zwölf ist alles erlaubt.












